War der Oktober für euch auch so ein besonderer Monat? 100 Jahre Jehovas Königreich – dieses „Monatsmotto“ wurde hier in Paraguay wirklich ganz groß geschrieben! Und passend dazu gab es in der Dienstwoche eine super Anregung, wie wir den Menschen erklären können, dass dieses Reich – um dass ja die meisten hier im Vaterunser beten – schon im Himmel regiert.
Natürlich haben sich während der Besuchswoche alle sehr bemüht, diese so oft wie möglich anzuwenden. Zum Beispiel besuchten wir eine ältere Kolonisten-Frau, und sie bot meiner Dienstpartnerin und mir gleich Stühle an, damit wir uns setzten. Nach ein wenig Smalltalk fragten wir sie, wann denn ihre Vorfahren eigentlich nach Paraguay gekommen seien? Es war passenderweise gerade um die Zeit des ersten Weltkrieges, also der perfekte Aufhänger.
Ob sie schon mal gehört hätte, dass es zu dieser Zeit noch einen anderen Krieg gab? Wir lasen ihr Offenbarung 12:7 vor, um zu zeigen, dass es zur gleichen Zeit ebenfalls einen Krieg im Himmel gab. Man merkte richtig, wie neugierig sie wurde. Mit den folgenden Texten erklärten wir ihr, wer da kämpfte, wer diesen Krieg gewann, was die Folge für die Erde war, und wir an den schlimmen Verhältnissen seitdem deutlich die Wut Satans spüren können. Zuletzt zeigten wir ihr mit dem Vers 10, dass zu diesem Zeitpunkt das Königreich Gottes gegründet wurde und dass es seitdem schon im Himmel regiert. Als wir dann die Verbindung zum Vaterunser zogen, da merkte man, wie es in ihr arbeitete: „…dein Reich komme, dein Wille geschehe im Himmel… ja genau, darum beten wir!“
„Dieser Teil des Gebets hat sich also schon erfüllt. Jetzt muss sich noch der andere Teil erfüllen: …so auch auf der Erde…“, erklärten wir weiter. Wir waren begeistert, wie konzentriert sie zuhörte und mitdachte. Und am Ende fragte sie uns: „und wann wird das sein, dass es auch über die Erde regiert?“ Wow, die Frau hat das wirklich verstanden!
Wir versprachen ihr, darüber beim nächsten Mal zu sprechen und gaben ihr noch die Oktober-Ausgabe der Zeitschriften.
Als wir ihr Grundstück verließen, bemerkten wir, dass ihr Mann schon im Hintergrund gewartet hatte und gar nicht so erfreut war über unseren Besuch. Umso mehr freuten wir uns, dass sie soviel Wertschätzung für die Botschaft hatte und sich dennoch die Zeit nahm, uns zuzuhören!
Sicher wurde überall auf der Erde im Oktober ein ganz großes Zeugnis gegeben!